Das Bergwaldprojekt: Den Wald schützen und von Bäumen lernen

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Mitte der 70er-Jahre wurde das Waldsterben zu einem großen Umweltthema. Als eine Antwort auf den sauren Regen rief Greenpeace 1987 in der Schweiz das Bergwaldprojekt ins Leben. Im malerischen Malans fand der erste Einsatz zum Erhalt der für den Lawinenschutz so wichtigen Bergwälder statt. Seither organisiert der Verein jedes Jahr freiwillige ökologische Waldarbeitswochen.

Inzwischen haben sich rund 37.500 Freiwillige nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland, Österreich, Katalonien, in der Ukraine und im Fürstentum Liechtenstein im Bergwaldprojekt mit ihrer Arbeit für den Erhalt der Waldökosysteme eingesetzt und damit auch aktiv zum Klimaschutz beigetragen. Eine Woche lang tauschen die ehrenamtlichen Helfer ihr Federbett gegen einen Schlafsack oder eine einfache Decke und leben und arbeiten im Wald – meist ohne Handyempfang, ohne Warmwasser und ohne Strom. Was entbehrungsreich klingt, empfinden die Freiwilligen oft als große Bereicherung. Sie sind mitten in der Natur und tun gleichzeitig etwas sehr Sinnvolles: In Schutzwäldern und -gebieten (Nationalparks) oder naturnahen Wäldern und Biotopen pflanzen die Waldarbeiter auf Zeit unter der Anleitung von Fachleuten Bäume, renaturieren Feuchtgebiete oder bauen Wildschutzanlagen.

Doppelte Auszeichnung als UN-Dekadenprojekt

2012 erhielt das Bergwaldprojekt gleich zwei besondere Würdigungen: Es wurde als Projekt der UNDekaden „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und „Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet. Die Umweltstiftung arbeitet seit 2002 eng mit dem Bergwaldprojekt zusammen: Der Verein hat sowohl den Stifterhain betreut als auch die Allee der Stifter.

www.bergwaldprojekt.de