Mehr Kontrolle von Pestiziden und Bioziden

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Über die Gefahren von Schädlings- und Bewuchsvernichtern aufklären und umweltfreundliche Alternativen fördern – das ist das Ziel des Pestizid Aktions-Netzwerks PAN Germany. In der Initiative haben sich über 25 Organisationen aus dem Bereich Umwelt, Verbraucher und Landwirtschaft zusammengeschlossen, von Greenpeace bis zur Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt. Schwerpunkte von PAN sind Öffentlichkeitsarbeit, die Erarbeitung konkreter Lösungsvorschläge und Mitwirkung an Gesetzgebungs-Prozessen – aber das Netzwerk startet auch schon mal eine Unterschriftenaktion. Die Umweltstiftung Greenpeace unterstützt die allgemeine Kampagnenarbeit, teilweise auch zusätzlich einzelne Projekte. Pestizide auf dem Prüfstand: Am Beispiel ‚Glyphosat‘

Es gibt Alternativen zur Chemiekeule

PAN kämpft seit mehr als 30 Jahren für eine schärfere Regulierung von Pestiziden auf gesetzlicher Ebene, nicht nur von Glyphosat, und für ein Verbot besonders gefährlicher Mittel. Weitere Themen sind unter anderem die Gefahren durch Verwehungen (Abdrift) von Pestiziden, Bienenschutz und die Belastung der Umwelt mit Antibiotika und anderen Stoffen aus der Tierhaltung. Dabei arbeitet das deutsche Netzwerk im Verbund mit PAN Europe und PAN International. PAN Germany betreibt eine umfangreiche Info-Datenbanken zu Pestiziden allgemein und einen Online-Service zu „nicht-chemischem Schädlingsmanagement in den Tropen“.

Unter dem Motto „Mehr Fantasie statt Chemie“ wendet sich das Netzwerk mit Broschüren und Info-Filmen auch direkt an den Verbraucher, etwa beim Thema Chemie im Haushalt. Wer weiß schon, dass in „antibakteriellen“ Wischlappen oft giftige Biozide enthalten sind? Oder in antibakterieller Waschlotion? PAN erklärt, warum eine normale Seife für die Hygiene völlig ausreicht – und warum Lüften immer noch das beste Mittel ist, um Schimmel zu vermeiden.

www.pan-germany.org

Foto © Greenpeace