Die Macht der Öffentlichkeit stärken

Als die philippinische Journalistin Maria Ressa auf der Global Investigative Journalism Conference 2019 ans Mikro trat, brandete tosender Applaus im Saal auf – dabei hatte sie noch kein Wort gesagt. Die Anerkennung galt ihrer Arbeit als investigative Journalistin und Gründerin einer unabhängigen Nachrichten-Webseite in ihrer Heimat. Wie Ressa arbeiten unzählige Journalist*innen weltweit mutig und unermüdlich, oft unter persönlicher Gefahr, um Misstände aufzudecken und Verantwortliche zu benennen. Ohne sie wäre Demokratie und Umweltschutz nicht möglich. Die Umweltstiftung Greenpeace unterstützte daher gemeinsam mit anderen Organisationen die Konferenz in Hamburg und fördert mit 5000 Euro jährlich die Trägerorganisation Global Investigative Journalism Network.

© Nick Jaussi

Internationale Probleme erfordern internationale Recherchen

Investigativer Journalismus braucht nicht nur Mut, sondern auch Know-how: Wie komme ich an Informationen, die Verantwortliche nicht preisgeben wollen? Wie überprüfe ich eine Quelle? Wie kann ich mich bei Bedrohungen schützen? Um solche und viele weitere Fragen ging es auf der Konferenz, die vom 26. bis 29. September 2019 erstmalig in Deutschland stattfand, in der Hamburger HafenCity Universität, im Haus des Spiegel und an weiteren Orten in Hamburg. Über 1700 Journalist*innen aus 130 Ländern waren dabei.

Auf mehr als 100 Einzelveranstaltungen referierten Top-Rechercheur*innen aus der ganzen Welt und Experten für Informations- und Pressefreiheit, Auskunfts- und Medienrecht und Netzwerksicherheit. Zu den Themen gehörten Rechercheprojekte zu Umweltproblemen, beispielsweise illegale Fischerei oder der Klimawandel. Damit auch Journalist*innen aus ärmeren Ländern teilnehmen konnten, gab es Reisestipendien, die einen Großteil der Kosten ausmachten. 48 Prozent der Referent*innen und 50 Prozent der Teilnehmer*innen waren Frauen.

Auf mehr als 100 Einzelveranstaltungen referierten Top-Rechercheur*innen aus der ganzen Welt und Experten für Informations- und Pressefreiheit, Auskunfts- und Medienrecht und Netzwerksicherheit. Zu den Themen gehörten Rechercheprojekte zu Umweltproblemen, beispielsweise illegale Fischerei oder der Klimawandel. Damit auch Journalist*innen aus ärmeren Ländern teilnehmen konnten, gab es Reisestipendien, die einen Großteil der Kosten ausmachten. 48 Prozent der Referent*innen und 50 Prozent der Teilnehmer*innen waren Frauen.

Mutige Wächter der Demokratie

„Der Kampf um die Wahrheit ist der Kampf unserer Generation“, sagte Ressa in ihrer Rede zu den Teilnehmer*innen: „Ein Angriff auf einen von uns ist ein Angriff auf uns alle.“ Sie appellierte an Journalistinnen und Journalisten aus aller Welt, zusammenzustehen: „Wenn wir nicht die richtigen Schritte nach vorne machen, ist die Demokratie, wie wir sie kennen, tot.“