Invasive Pflanzen auf Galapagos: Forschung auf Darwins Spuren

Das Galapagos-Archipel, UNESCO Weltnaturerbe, beherbergt eine einmalige Flora und Fauna. Zu den endemischen Pflanzen zählen auch die Scalesia-Bäume aus der Familie der Korbblütler, verwandt mit Sonnenblume, Kopfsalat und Löwenzahn! Die Bäume gelten als Schlüsselarten der Insel-Ökosysteme, bedeutsam für Darwin-Finken und weitere Spezies. Doch invasive Pflanzen wie die Guave und Brombeere verdrängen die letzten Wälder der Scalesia.

Wo einst heimische Bäume zu finden waren, steht ein Wald aus invasiven Guaven und heimischen Schwertfarnen.
Wo einst heimische Bäume zu finden waren, steht ein Wald aus invasiven Guaven und heimischen Schwertfarnen. Foto © Anna Walentowitz

Forschung und Naturschutz im UNESCO Weltnaturerbe

Näheres untersucht ein von uns gefördertes Forschungsprojekt: Im Rahmen ihrer Biogeografie-Masterarbeit an der Universität Bayreuth hat Anna Walentowitz 2019 auf der Insel Isabela eine Bestandsaufnahme zur Scalesia cordata sowie zur Verbreitung invasiver Pflanzen durchgeführt; vor Ort wurde sie unterstützt vom Nationalpark und der Charles Darwin Foundation. Das alarmierende Ergebnis: Seit dem letzten Monitoring 2002 sind viele Scalesia-Bestände stark zurückgegangen, 14 von 21 sogar ausgestorben. Auch zur wissenschaftlichen Begleitung von Schutzmaßnahmen für die Scalesia cordata soll das Projekt fortgesetzt werden.