Atomkraft ist nicht die Lösung: "Don't Nuke the Climate!"

Die Internationale Atomenergie Agentur (IAEA) benutzt die Klimakrise, um ihrer gestrigen Technologie zu einem Comeback zu verhelfen. So behauptet die IAEA, die Atomkraft könne signifikant zum Klimaschutz beitragen, da sie „fast null“ Treibhausgas-Emissionen verursache. „Die Uran-Abbau-Kette und der Bau und Betrieb von AKW erzeugen weit mehr Emissionen als Erneuerbare Energien, je nach Uran-Gehalt des Erzes werden 88 bis 146 Gramm CO2 pro Kilowattstunde freigesetzt“, korrigiert Günter Hermeyer, der sich mit der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg bei „Don’t Nuke the Climate“ (DNTC) engagiert: Die Koalition aus Anti-Atom-Organisationen betreibt Aufklärungsarbeit, etwa bei den Weltklimagipfeln, um den falschen „Lösungen“ der Atomlobby etwas entgegenzusetzen.

Eine Gruppe Demonstrierende mit einem großen, gelben Banner mit dem Schriftzug "don't nuke the climate" in schwarzen Großbuchstaben. Im Hintergrund sind Wolkenkratzer zu sehen.
Foto © Amirtharaj Stephen

Im Oktober gab die IAEA im UN-Gebäude in Wien ihre erste internationale Atom-Konferenz zum Klimawandel und der Rolle der Kernkraft“. Mit Hilfe der Umweltstiftung antworteten DNTC und ihr Partner Global 2000 im Hotel gegenüber mit einer Gegenkonferenz. Nach einer Mahnwache vor der Tür ging es drinnen mit Fachvorträgen und Workshops weiter. Das Ziel der rund 80 Teilnehmer: Strategien zu entwickeln, um zu verhindern, dass frisches Geld in eine veraltete Technik fließt, die viel zu schädlich, teuer und langsam ist, um gegen die Klimakrise zu helfen. Die Atomenergie Agentur wirbt verstärkt um öffentliche Fördergelder für den Ausbau der Atomkraft, auch in Ländern des Globalen Südens. „In der von der IAEO versprochenen ‚Hilfe für den Einsatz sicherer und gesicherter Nukleartechnologien“ sehen wir die Gefahr“, so Hermeyer, „dass diese Länder sich auf dieselben Fehler einlassen wie die Industrieländer vor Jahrzehnten.“