Bilanz – Ihr Geld ist in guten Händen
Oft werden wir gefragt: Was ist der Unterschied zwischen Spende und Zustiftung? Welches Geld wird für den Satzungszweck der Stiftung, also für die Projekte, ausgegeben? An dieser Stelle finden Sie alle wichtigen Informationen zur Arbeitsweise der Stiftung und zu unserer aktuellen Bilanz.
Wie setzen sich unsere Einnahmen zusammen?
Fundament unserer Arbeit ist das Stiftungskapital, das dank jeder Zustiftung kontinuierlich wächst. Auch Erbschaften und Schenkungen (z.B. Immobilien, Wertpapiere) erhöhen das Stiftungsvermögen.
Stiftungskapital als Garant für die Zukunft
Wichtig ist: Das Stiftungskapital und alle Einnahmen, die dort in Form von Zustiftungen und zweckgebundenen Erbschaften einfließen, werden nicht ausgegeben, sondern bleiben erhalten. Dies garantiert, dass wir unsere Arbeit auch in Zukunft fortsetzen können. Der wachsende Kapitalstock der Stiftung ermöglicht es uns, noch mehr Projekte mithilfe der erzielten Erträge zu unterstützen. Dabei ist es für uns selbstverständlich, auch die Wirkung unseres Kapitals auf Umwelt und Gesellschaft zu berücksichtigen. Jede Investition richtet sich deshalb nach unseren ethischen, sozialen und ökologischen Grundsätzen, die schon in unserer Satzung verankert sind. Auf diese Weise verwirklichen wir unseren Stiftungszweck nicht nur über unsere Umweltschutzarbeit, sondern auch über die nachhaltige Anlage unseres Kapitals.
Unter dem Aspekt der kapitalbildenden Einnahmen in Form von Zustiftungen und Erbschaften war das Jahr 2024 für die Umweltstiftung sehr erfolgreich. So wuchs das Stiftungskapital um 2,3 Millionen Euro auf insgesamt 37,9 Millionen Euro – und wir freuen uns über die wachsende Gemeinschaft an Stifterinnen und Stiftern!
Stifterdarlehen
Eine bedeutende Rolle im Engagement für den Umweltschutz spielen auch die kündbaren Stifterdarlehen: Menschen stellen uns eine Summe ab 10.000 Euro zinsfrei zur Verfügung. Wir legen das Geld gemeinsam mit unserem Stiftungskapital im Sinne unserer strengen Geldanlagerichtlinien an. Die erwirtschafteten Erträge fließen in unsere Umweltschutz- und Friedensprojekte sowohl in Deutschland als auch weltweit.
Besonders in Zeiten der Negativzinspolitik bis 2022 erfreuten sich Stifterdarlehen großer Beliebtheit. Viele Menschen nutzten diese flexible Form der Unterstützung, um die Arbeit der Stiftung gezielt und wirkungsvoll zu fördern. Im Jahr 2024 lagen die Rückflüsse aus Stifterdarlehen bei 1,17 Millionen Euro. Ein Teil der Darlehensgebenden rief dabei Mittel für persönliche Zwecke ab – etwa zur Altersvorsorge oder für größere Anschaffungen. Gleichzeitig wurden neue Stifterdarlehen in Höhe von 730.000 Euro gewährt, sodass sich das Gesamtvolumen zum Jahresende auf 21,15 Millionen Euro belief. Damit bleiben die Stifterdarlehen auf einem stabilen Niveau und bilden weiterhin eine tragende Säule unserer nachhaltigen Anlagestrategie.
Darüber hinaus freuen wir uns, dass Darlehen in Höhe von 635.000 Euro in eine dauerhafte Zustiftung umgewandelt wurden. So bleibt das Kapital langfristig planbar erhalten und stärkt nachhaltig die Arbeit der Stiftung.
Wie kommen Einnahmen den Projekten zugute?
Unsere Projekte, aber auch alle Ausgaben, die den Betrieb der Stiftung möglich machen, werden mit den Erträgen/Zinsen aus dem Stiftungskapital und den Stifterdarlehen sowie mithilfe von Spenden finanziert. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „Einnahmen zur zeitnahen Verwendung“, denn wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, diese innerhalb von zwei Jahren, also „zeitnah“, auszugeben.
Aus diesen uns jährlich zur Verfügung stehenden Mitteln bilden wir zudem die sogenannte „Projektrücklage“. Bei dieser handelt es sich um Geld, das eine Organisation für bestimmte Zwecke zurückbehält.
Wofür geben wir Geld aus?
Als gemeinnützig anerkannte Stiftung sind wir von bestimmten Steuerpflichten befreit. Bei der Verwendung unserer Mittel müssen wir deshalb einige Regeln beachten. Das heißt: Die uns zur Verfügung stehenden Gelder aus den Erträgen des Stiftungsvermögens sollen überwiegend unserem Stiftungszweck, also den Umweltschutz- und Friedensprojekten, zugutekommen. Gleichzeitig gilt es, die Verwaltungskosten auf einen angemessenen Rahmen zu beschränken.
Bei den Ausgaben der Umweltstiftung unterscheiden wir deshalb zwischen den Ausgaben für unsere Projekte und denen für den laufenden Betrieb der Stiftung.
Zu den Projektausgaben zählen:
- die Förderung von Projekten anderer Organisationen
- die Öffentlichkeitsarbeit für die Projekte (ebenfalls Bestandteil des Stiftungszwecks)
- Eigene Projekte der Stiftung, also Projekte, die von der Stiftung selbst durchgeführt werden
Die Kosten für das Management und die Verwaltung der Stiftung setzen sich zusammen aus:
- Vermögensverwaltung/Immobilien
- Stiftungsmanagement/Jahresabschluss
- Fundraising und Publikationen
- Miete und IT-Kosten
Verwaltungskosten sind dabei im gewissen Sinne unerlässlich. Sie machen den Betrieb der Stiftung erst möglich. Wichtig ist es allerdings, kostensparend zu wirtschaften, damit möglichst viel Geld in die Unterstützung der Projekte fließt.
Positive Entwicklung im 25. Jubiläumsjahr
Wir ziehen für das Jahr 2024 eine positive Bilanz. Besonders freuen wir uns, dass wir in diesem Jahr das Fördervolumen für unsere Projektarbeit erhöhen konnten und insgesamt über 1,43 Millionen Euro in die Verwirklichung unseres Satzungszwecks flossen.
Das 25. Jubiläumsjahr war auch ein Jahr des Wachstums unserer Stiftungsgemeinschaft: Sowohl bei den Spenden als auch bei den Zustiftungen konnten wir 2024 einen Anstieg der Einnahmen verzeichnen.
Der leichte Rückgang der Gesamtsumme der Stifterdarlehen ist aus Sicht der Stiftung unbedenklich. Mit einem Betrag von über 21 Millionen Euro, die wir wirkungsvoll investieren, ermöglichen die Darlehen etwa ein Drittel der Erträge unserer grünen Vermögensanlage. In diesem Jahr gab es zudem eine beachtliche Summe an Darlehen, die in Zustiftungen umgewandelt wurden. Diese Umwandlungen bleiben nun im Stiftungskapital erhalten und kommen dort dauerhaft unseren Projekten zugute.
Mit unserem hohen Anspruch an eine nachhaltige Wirkung unserer Anlagen nehmen wir in bestimmten Teilen des Portfolios bewusst kalkulierte Risiken in Kauf. Aufgrund von Marktschwankungen im Bereich erneuerbarer Energien wurden bei einzelnen Finanzanlagen vorsorglich Wertberichtigungen vorgenommen. Dennoch liegen die Erträge, unter anderem dank der Auflösung stiller Reserven, erneut über dem Vorjahreswert.
Der Jahresabschluss wurde von der Hamburger Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Cordes + Partner GmbH geprüft.