Bilanz – Ihr Geld ist in guten Händen

Oft werden wir gefragt: Was ist der Unterschied zwischen Spende und Zustiftung? Welches Geld wird für den Satzungszweck der Stiftung, also für die Projekte, ausgegeben? An dieser Stelle finden Sie alle wichtigen Informationen zur Arbeitsweise der Stiftung und zu unseren Zahlen für das Jahr 2025.

Wie setzen sich unsere Einnahmen zusammen?

Fundament unserer Arbeit ist das Stiftungskapital, das dank jeder Zustiftung kontinuierlich wächst. Auch Erbschaften und Schenkungen (z.B. Immobilien, Wertpapiere) erhöhen das Stiftungsvermögen.

Stiftungskapital als Garant für die Zukunft

Das Stiftungskapital und die ihm zugeführten Mittel bleiben dauerhaft erhalten. Die daraus erwirtschafteten Erträge ermöglichen es uns, unsere Arbeit langfristig fortzuführen. Unsere Vermögensanlage orientiert sich dabei an strengen ethischen, sozialen und ökologischen Grundsätzen. So verwirklichen wir unseren Satzungszweck nicht nur durch unsere Projektarbeit, sondern auch durch eine nachhaltige Anlage unseres Kapitals.

Im Jahr 2025 flossen dem Stiftungskapital rund 7 Mio. Euro an kapitalbildenden Einnahmen zu – zum Großteil aus Zustiftungen, ergänzt um Erbschaften. Das Stiftungskapital ist dadurch deutlich auf rund 45 Mio. Euro angewachsen. Damit setzt sich der langjährige Wachstumstrend unseres Kapitals fort und schafft eine noch breitere Basis für unsere künftige Förderarbeit.

Stifterdarlehen

Eine bedeutende Rolle im Engagement für den Umweltschutz spielen die kündbaren Stifterdarlehen: Menschen stellen uns eine Summe ab 10.000 Euro zinsfrei zur Verfügung, die wir ebenso wie das Stiftungskapital nach unserer strengen Anlagerichtlinie anlegen. Die daraus erwirtschafteten Erträge fließen in unsere Umweltschutz- und Friedensprojekte in Deutschland und weltweit.

Viele Menschen nutzten diese flexible Form der Unterstützung, um die Arbeit der Stiftung gezielt und wirkungsvoll zu fördern. Im Jahr 2025 stieg das Gesamtvolumen der Stifterdarlehen auf rund 22,3 Mio. Euro an. Darüber hinaus wurden Darlehen in Höhe von 580.000 Euro auf Wunsch der Darlehensgebenden in dauerhafte Zustiftungen umgewandelt oder im Rahmen von Nachlassregelungen dauerhaft der Stiftung zugedacht. Damit bleibt das Kapital langfristig erhalten und stärkt nachhaltig die Arbeit der Stiftung.

Wir freuen uns sehr über diese positive Entwicklung und darüber, dass sich immer mehr Menschen dafür entscheiden, ihr Geld für den Umweltschutz arbeiten zu lassen.

Wie kommen Einnahmen den Projekten zugute?

Unsere Projekte und der laufende Betrieb der Stiftung werden aus den Erträgen des Stiftungskapitals und der Stifterdarlehen sowie aus Spenden finanziert. Diese Mittel werden auch als „Mittel zur zeitnahen Verwendung“ bezeichnet, da wir gesetzlich verpflichtet sind, sie innerhalb von zwei Jahren für unsere Stiftungszwecke einzusetzen.

Wofür geben wir Geld aus?

Als gemeinnützige Stiftung sind wir verpflichtet, unsere Mittel überwiegend für die Erfüllung unseres Satzungszwecks einzusetzen und die Verwaltungskosten gering zu halten. Um transparent darzustellen, wie wir unsere Mittel verwenden, unterscheiden wir zwischen Projektausgaben und den Kosten des laufenden Betriebs.

Zu den Projektausgaben zählen:

  1. die Planung und Umsetzung eigener Projekte der Stiftung
  2. die Förderung von Projekten aus dem Greenpeace-Netzwerk
  3. die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit für unsere Projekte und Förderaktivitäten

Die Kosten für das Management und die Verwaltung der Stiftung setzen sich zusammen aus:

  1. Stiftungsmanagement, Administration und Jahresabschluss
  2. Fundraising sowie Spenden- und Zustiftungsverwaltung
  3. Miete, IT und weitere Infrastrukturkosten

Die Kosten der Vermögensverwaltung werden gesondert ausgewiesen (siehe unten).

Wie wir die Verwaltungskostenquote berechnen

Rund 79 Prozent unserer Mittel fließen direkt in die Projektarbeit, rund 21 Prozent entfallen auf Management, Verwaltung und Fundraising. Die Kosten für die Verwaltung unseres Stiftungsvermögens fließen nicht in diese Quote ein, da sie unmittelbar mit der Bewirtschaftung des Stiftungsvermögens und der Erzielung von Erträgen verbunden sind. Diese Aufwendungen werden bereits bei der Berechnung der Vermögenserträge berücksichtigt.

Ein konkretes Beispiel: Eine größere Immobilie, die der Stiftung gestiftet wurde, verursacht zusätzliche Aufwendungen der Vermögensverwaltung, etwa für Instandhaltung und Bewirtschaftung. Diesen Aufwendungen stehen zugleich Erträge aus Vermietung gegenüber.

Entscheidend für die Stiftungsarbeit ist das Ergebnis aus Einnahmen und Ausgaben. Um dieses transparent und nachvollziehbar darzustellen, folgen wir der Empfehlung des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI), die Vermögensverwaltung separat auszuweisen.

Positive Entwicklung im Jahr 2025

2025 konnten wir unser Fördervolumen weiter steigern. Mit dem Wachstum unserer Stiftung haben sich unsere Spielräume für die Projektförderung kontinuierlich erweitert. Grundlage dafür ist eine vorausschauende Finanzplanung, die es uns ermöglicht, Schwankungen bei den Vermögenserträgen sicher auszugleichen. Das kommt unmittelbar unserer inhaltlichen Arbeit zugute: Ob im Klimaschutz, im Meeresschutz oder beim Schutz von Wäldern und Artenvielfalt – im Jahr 2025 konnten wir eigene Projekte und die Arbeit zahlreicher Partnerorganisationen so umfangreich fördern wie nie zuvor.

Ermöglicht wurde dies auch durch unsere Rücklagen. Stiftungen bilden Rücklagen und lösen diese auf, um beispielsweise Projektförderungen zu realisieren. So waren wir 2025 in der Lage, sogar mehr Mittel als die unterjährigen Einnahmen einzusetzen.

Hinter unserer Arbeit steht eine stetig wachsende Gemeinschaft: Im Jahr 2025 durften wir bereits 1.492 Menschen zu unseren Zustifterinnen und Zustiftern zählen. Mit insgesamt rund 6,6 Mio. Euro fielen die Zuwendungen außergewöhnlich hoch aus und haben unser Stiftungskapital nachhaltig gestärkt.

In dieser erfreulichen Entwicklung ist auch ein besonders prägendes Ereignis berücksichtigt: Eine Stifterin hat der Stiftung eine Immobilie in zentraler Lage in Berlin mit mehr als 30 Wohneinheiten als Zustiftung übertragen. Über solche Sachzustiftungen freuen wir uns außerordentlich. Sie stärken unsere Vermögensbasis langfristig und tragen zu künftigen Erträgen für unsere Projektarbeit bei.

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, Stifterinnen und Stiftern sowie Darlehensgebenden, die diese Entwicklung erst möglich gemacht haben. Mit unserer wachsenden Stiftungsgemeinschaft können wir auch künftig gemeinsam viel für den Schutz unserer Umwelt bewegen.

Der Jahresabschluss wurde von der Hamburger Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Cordes + Partner GmbH geprüft.